Niedrigzinspolitik und ihre Folgen

Interview mit unserem Bereichsleiter Patrick Walter (Firmenkunden)

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus, dass immer noch viele Gelder auf Spar- und Tagesgeldkonten geparkt sind?
Minuszinsen sind schlecht für das traditionelle Bankgeschäft. Haben die Banken mehr Einlagen als sie Kredite vergeben, legen sie das Geld bei der EZB an und müssen hierfür einen Strafzins – aktuell minus 0,5 Prozent – zahlen. Trotz inzwischen höherer Freibeträge sind Strafzinsen eine Milliardenbelastung für die Bankenbranche.

Was halten Sie von dem politischen Vorschlag, Negativzinsen für Sparer gesetzlich zu verbieten?
Ich halte das für keine gute Idee. Generell denke ich, dass hier gesetzliche Verbote nicht weiterhelfen. Preise sind in der Volkswirtschaft ganz wichtige Steuerungsinstrumente – und Zinsen sind letztlich auch Preise, die sich nach den Marktkonditionen bilden müssen.

  • Patrick Walter
  • Bereichsleiter Firmenkunden
  • Telefon 05651 3074-20